Montag, 11. April 2011

Kommt bald die Banker-Geburtstags-Steuer?

In einem Filmchen über Angela Merkel hat Josef Ackermann, der Chef der Deutschen Bank, eine Äußerung gemacht, die ihn nun ziemlich in Bedrängnis bringt.

Zitat "Report Mainz":
„Sie (Anm.: Angela Merkel) hat mir damals gesagt, sie würde gerne etwas für mich tun. Ich solle doch einmal etwa 30 Freunde und Freundinnen einladen aus Deutschland und der Welt, mit denen ich gerne einen Abend zusammen sein würde im Kanzleramt. Und ich muss ihnen sagen, es war ein wunderschöner Abend.“

Nach einer Anfrage von Gesine Lötzsch an das Bundeskanzleramt, gab es eine Antwort, die irgendwie ziemlich widersprüchlich ist.

Zitat "Bundeskanzleramt":
"(Anm.:Josef Ackermann) hat seinen 60. Geburtstag nicht im Bundeskanzleramt gefeiert. [...] Den 60. Geburtstag hat die Bundeskanzlerin vielmehr zum Anlass genommen, ein Abendessen mit Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft auszurichten."

Anscheinend ist es zu dieser Party auch gekommen. Gespeist wurden brancheüblich sehr wahrscheinlich exquisiteste Gerichte und edler Wein (Ich meine, es war der 60. Geburtstag von einem Bankenchef, da wird man schonmal ein bisschen auf den Putz hauen...).
So wie es im Moment aussieht, hat dafür allerdings der Steuerzahler gezahlt. Meiner Meinung nach ist das ein Skandal! Erstens ist es nicht der Zweck des Kanzleramtes, einem privaten Wirtschaftsboss als Partyraum zu Verfügung zu stehen, und zweitens sind Steuergelder für viel bestimmt, aber ganz sicher nicht für die Finanzierung edlen Weines und teurer Speisen zugunsten eines Bankenbosses!

Das einzige, was diese Aktion zeigt, ist die Verwobenheit der Schwarz-Gelben Regierung mit Wirtschaft und Banken. Wen soll ein Parlament eigentlich nochmal repräsentieren? Das Volk, oder die Wirtschaftsbosse?

Am Mittwoch wird der Haushaltsausschuss über den Eklat unterrichtet werden, und hoffentlich entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Für die, die's interessiert: Hier nochmal der Videobeitrag von ReportMainz.

Update - 11.04.2011, 21:34 Uhr:
Hab mal eine zynische Mail ans Kanzleramt geschickt. Mal schauen, ob was zurückkommt.

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